Miami
| ||
![]() |
USA: | |
|
30. Juni - 3. Juli 2005Um 4.30 Uhr klingelt unser Wecker, doch wir sind eh schon lange wach. Noch ein letzter Kaffee und wir verabschieden uns von Fritz, bei dem wir die letzten Tage wohnen durften. Im gemieteten Smart geht es zum Flughafen, und puenktlich um 8.25 Uhr geht es mit der Lufthansa nach London. Zum Glueck konnten wir unser Gepaeck bis Miami durchchecken, so dass wir in London nur noch unsere Boardingpaesse besorgen mussten. Das war auch gut so, denn obwohl wir 2,5 Stunden Zeit hatten, wurde es durch Sicherheitskontrollen, langen Wegen und dem Terminalwechsel doch noch knapp. So knapp, dass wir bis Miami keine Sitzplaetze mehr nebeneinander bekommen haben, aber wir sind mitgekommen.
Unser Hotel, das Tropics im Art Deco Viertel von Miami Beach, ist sehr nett und liegt nur ein paar Schritte vom Strand und dem Ocean Drive. Zum Abschluss eines langen Tages gab es noch ein Absackerbier und dann ging es ins Bett. Am naechsten Morgen, nach einem Fruehstueck mit duennem Kaffee haben wir die erste Erkundungstour unternommen, am Strand entlang und rund um die Suedspitze der Miami Beach Insel. Es ist ziemlich heiss und schwuel und deshalb verbringen wir den Rest des Tages lieber am Hotelpool. An unserem zweiten Tag haben wir einen Ausflug in den Everglades National Park gemacht. Die Fahrt mit dem typischen Airboat ist zwar nur kurz und leider sehen wir die Alligatoren erst spaeter in den Gehegen, trotzdem bekommen wir einen kleinen Einblick in dieses riesige Sumpfgebiet. Von Moskitos gepiesakt sind wir dann aber froh wieder im Bus zu sitzen.
Mittlerweile sind wir in Mexiko, aber davon spaeter mehr. | ||
|
| ||
Mexiko | ||
![]() |
Mexiko: |
|
|
3.7. - 22.7.2005
In Playa del Carmen angekommen waren es nur wenige Meter vom Busbahnhof zu unserer reservierten Unterkunft, eine kleine, sehr gruene Anlage mit nett eingerichteten Zimmern. Mittlerweile regnete es wieder sehr stark und das die ganze Nacht durch bis zum naechsten Nachmittag - war es vielleicht doch ein Fehler in der Regenzeit hierher zu kommen? Wir haben den naechsten Morgen genutzt, um unsere Webseite mit dem Miami-Bericht und Bildern zu fuellen. Als der Regen endlich aufhoerte und wir uns Playa del Carmen angeschaut haben, waren wir schon etwas geschockt. Karin war vor 7 Jahren schon mal hier und da war schon viel los, doch inzwischen ist es eine Tourismus-Fabrik geworden. Die ca. 1,5 km lange Fussgaengerzone ist uebersaet mit Shops und Kneipen, der eigentlich schoene Strand vollgepackt mit Liegen und Schirmen. Dazu kommen noch die Massen an Tagestouristen, die z.B. aus Cancun und von den anlegenden Kreuzfahrtschiffen hierherkommen. Hier finden wir nicht die Ruhe, die wir suchen. Deshalb haben wir uns entschlossen, es am naechsten Tag in Xcalacocco zu probieren. Es liegt ca. 8 km noerdlich von Playa del Carmen und war damals sehr ruhig - ob das immer noch so ist? In den naechsten Tagen geniessen wir in vollen Zuegen das Meer, den kaum besuchten Strand, lange Spaziergaenge, das Beobachten von Pelikanen beim Fischen und natuerlich auch das Nichtstun. Zur Abwechslung haben wir mit einem Mietwagen einen Ausflug zu den Maya Ruinen von Cobá und Tulum gemacht. Die Ruinen von Cobá, ca. 40 km im Landesinneren, gehoeren zu den groessten Mayastaetten ueberhaupt. Dort steht auch die hoechste Pyramide der noerdlichen Yucatan-Halbinsel (etwa 42 m hoch). Der Blick von oben ueber den Dschungel ist grossartig und belohnt fuer den schweisstreibenden Aufstieg. Die Ruinen von Tulum liegen direkt am Meer und wurden von den Maya als Handelszentrum und Pilgerort genutzt.
Eigentlich stand fuer die restlichen Tage in Mexiko Erholung an, doch dann erfuhren wir von Emily, dem Hurrikan, der sich langsam aber gewaltig Richtung Yucatan bewegte. Zwei Tage haben wir die Prognosen im Internet verfolgt und auch mit dem Hotelbesitzer, anderen Gaesten und den Nachbarn gesprochen. Im Hotel zu bleiben war unmoeglich, es blieb nur Evakuierung oder Verschwinden. Die Sturmschaeden an der Karibikkueste waren teilweise doch sehr gross, darum sind wir nicht mehr dorthin zurueckgekehrt, sondern nach Mérida gefahren. Die Stadt hat im Zentrum viele schoene Gebaeude aus der Kolonialzeit, unter anderem die Kathedrale San Idelfonso. Sie soll angeblich die aelteste auf dem amerikanischen Kontinent sein. Im Vergleich zu Chetumal ist Mérida sehr viel groesser, lebhafter und lauter, doch unser Hotel "Dolores Alba" im Kolonialstil mit Innenhoefen ist eine kleine Oase in dieser Hektik. Hier endet unsere Zeit in Mexiko. Eigentlich war Strand und Erholung geplant, doch durch den Hurrikan Emily wurde es eine kleine Rundreise ueber die Halbinsel Yucatan, was wir im nachhinein nicht missen moechten. Nun sind wir gespannt, was uns als naechstes erwartet, und sagen Adiós zu Tacos, Nachos und Margaritas, denn morgen fliegen wir nach Chile. | ||
|
| ||
Chile | ||
![]() |
Chile: |
|
|
23.7. - 10.8.2005Das Erste, was wir am Flughafen von Santiago de Chile sehen, sind die Mitarbeiter auf dem Rollfeld mit dicken Jacken, Muetzen und Handschuhen. Bei knapp ueber 0 Grad am Morgen wird uns richtig klar, dass wir im chilenischen Winter gelandet sind. Also, Rucksack auf und warme Socken und dicke Fleecejacke anziehen. Aber zum Glueck wird es dann doch bei Sonnenschein tagsueber wieder angenehme 15 - 20 Grad.
Die fruchtbaren Taeler um Santiago, wo zur Zeit Mandarinen und Zitronen geerntet werden, gehen auf der Fahrt entlang der Panamerikana nach Norden langsam ueber in karge Landschaften mit Kakteen, wo gelegentlich noch ein paar Ziegen und Schafe weiden. Beeindruckend sind auch die Ausblicke rechts auf die schneebedeckten Anden und links auf den Pazifik. La Serena, knapp 500 km noerdlich von Santiago, ist fuer uns Ausgangspunkt einiger Ausfluege. 6 Tage wohnen wir im "Hostal Gladys", deren gleichnamige Besitzerin sich sehr um uns kuemmert und jeden Morgen ein klasse Fruehstueck serviert. Die Ausfluege haben wir bei einen der vielen Touranbietern in La Serena gebucht, die alle ein Standardprogramm haben. Wer es individueller mag, fuer den hat vielleicht der Schweizer Daniel was: Jeeptour-Laserena In einem klapprigen Bus, der vom Fahrer vorher noch mit mehreren Hammerschlaegen bearbeitet wurde, geht es zu unserem naechsten Ziel, die Hacienda Los Andes. 80 km auf kurvenreicher Strasse, die letzten 40 auf Schotter, hinauf ins Hurtado-Tal. Manuela und Clark haben hier vor einigen Jahren eine alte Hacienda neu aufgebaut. Hier kann man sich wunderbar entspannen oder aber auch aktiv werden mit z.B. Reiten oder Wandern. Wir sind aktiv geworden: Nach 22 Stunden Busfahrt erreichen wir San Pedro de Atacama. Busfahren in Chile ist gut organisiert und selbst in abgelegene Orte gibt es regelmaessige Verbindungen. Von einfachen Bussen bis zur Komfortklasse ist alles vorhanden. Als Beispiel, fuer 80 km haben wir ca. 2 Euro bezahlt und sogar noch einen Snack bekommen, fuer 1200 km mit Bordservice und Schlafsitzen wie in der Businessklasse beim Fliegen ca. 38 Euro. San Pedro de Atacama liegt, wie der Name schon vermuten laesst in der Atacama Wueste, der trockensten Wueste der Erde. Frueher ein kleines Nest ist es heute einer der bekanntesten Touristenorte in Chile und Ausgangspunkt vieler Wuesten- und Vulkantouren. Vom Ort darf man sich nicht so viel vorstellen. Zwei parallel verlaufende, staubige Strassen und die Plaza bilden den Ortskern. Hier befinden sich fast nur Geschaefte, Restaurants und Reiseagenturen. Die Unterkuenfte liegen verstreut um das Zentrum und die meisten zeichnen sich nur durch hohe Preise aus. Die erste Nacht verbringen wir in einem mehr als einfachen Zimmer mit Gemeinschaftsbad und kaltem Wasser fuer 12 Euro. Fuer uns "gesetztere" Reisende :)) ist das aber nicht mehr der Standard. Darum ziehen wir am naechsten Tag in das Hostal "Elim" um, das mit 33 Euro in der preislichen Mittelklasse liegt, aber schoene Zimmer mit eigenem Bad und heissem Wasser hat und wir die Kueche mitbenutzen duerfen.
Zum Schluss unserer Zeit in Chile sind wir nochmal aktiv und schwingen uns in den Sattel, diesmal aber auf ein Fahrrad. Auf dem Hinweg zu einer alten Inka-Ruine verfahren wir uns prompt und schaffen es durch unwegsames Gelaende doch dorthin. Auf dem einfacheren Rueckweg muessen wir dennoch zweimal den Fluss durchfahren. Alex bekommt nasse Fuesse, weil er steckenbleibt, Karin schafft es schwungvoll trocken zum Ufer. In der Atacama-Wueste endet unsere Reise durch Chile. Wir haben nur einen kleinen Teil gesehen, doch der hat uns sehr gut gefallen. So gut, dass wir hoffentlich nochmal hierherkommen. | ||
|
| ||
Bolivien | ||
![]() |
Bolivien: |
|
|
10.8. - 22.8.2005Noch in San Pedro de Atacama buchen wir eine 3-taegige Jeep-Tour nach Bolivien. Ein Minibus bringt uns in einer Stunde zur Grenzstation auf ueber 4000 m Hoehe und dort wechseln wir die Fahrzeuge. In unserem Jeep sind wir zu sechst plus Fahrer, ein chilenisch-franzoesisches Paar, zwei Daeninnen und wir zwei "Oldies".
Nach ueberlebter Nacht bewundern wir beim Fruehstueck die von innen zugefrorenen Scheiben, packen ein und fahren weiter. Unterwegs sehen wir Vicunas (wildlebende Kleinkamele), Lamas und Viscachas. Viscachas sehen aus wie Kaninchen mit Ringelschwanz und langen Schnurrbarthaaren, richtig knuffig. Die Fahrt ueber den Altiplano (das Andenhochland) ist auch an diesem Tag wieder eine Augenweide. Unseren Fahrer Edwin moechten wir an dieser Stelle auch mal lobend erwaehnen. Nicht nur, dass er uns jeder Zeit konzentriert auch ueber schwierigste Pisten faehrt, einen platten Reifen auf sandigem Untergrund in 25 Minuten wechselt, sondern er kuemmert sich auch um unser leibliches Wohl und gibt uns interessante Informationen ueber das Land.
Die Salar de Uyuni ist der Hoehepunkt unserer Tour. Sie ist mit 12.000 qkm die groesste Salzwueste der Erde und liegt auf 3500 Meter ueber NN. Zum Vergleich, der Bodensee hat 536 qkm und passt 22 mal hinein . In drei Stunden durchqueren wir die blendend weisse Salzflaeche. Stopp machen wir mittendrin auf einer kleinen Insel und bestaunen bis 12 Meter hohe Kakteen. Sie wachsen gut einen Meter in 100 Jahren - diese Giganten haben also schon bis 1200 Jahre Erdgeschichte erlebt. Mit der Salzwueste endet auch unsere Tour. Diese 3 Tage haben uns 69 Euro pro Person alles inklusive gekostet. Als Empfehlung von uns, man sollte darauf achten, dass die Uebernachtung im Salzhotel mit dabei ist, ansonsten unterscheiden sich die Touranbieter anscheinend kaum im Angebot. Wir uebernachten im etwas trostlosen Wuestenort Uyuni; er zeichnet sich aus als Drehkreuz fuer Touristen und einem Eisenbahnfriedhof, auf dem angeblich ein Zug steht, der von Butch Cassidy und Sundance Kid ueberfallen wurde. Beide haben zum Schluss in Bolivien gelebt und sind auch dort umgekommen.
Wir haben vorher viel ueber Diebstaehle in Bolivien und speziell La Paz gehoert und gelesen. Entsprechend sensibilisiert sind wir in die Stadt gefahren und haben fast schon an jeder Ecke einen Dieb vermutet. Wir hatten jedoch dann nie den Eindruck, dass uns jemand beklauen wollte. Vielleicht weil wir uns gut vorbereitet haben oder einfach Glueck hatten; vielleicht lag es aber auch an der relativ hohen Praesenz an (Touristen)-Polizei und Sicherheitskraeften in der Stadt, die auch leichtsinnige Touristen ansprechen. Der Titicacasee ist fast 13 mal groesser als der Bodensee und mit seiner Hoehe von 3810 Meter der hoechstgelegene schiffbare See der Erde. Ca. 40% der Seeflaeche gehoeren zu Bolivien, der Rest zu Peru. Sein Name bildet sich aus zwei Woertern: Titi = Puma und Caca = Fels. Nach dem verhaeltnismaessig wohlhabenden Chile hat uns auch Bolivien, eines der aermsten Laender der Welt, sehr gut gefallen. Die zurueckhaltende Freundlichkeit der Menschen, die trotz ihrer Armut nicht unzufrieden wirken. Die wunderschoenen Landschaften, die uns auch diesmal maechtig imponierten, weil wir sie so noch nicht gesehen haben. Manchmal haetten wir uns zwar gewuenscht, dass es nachts etwas waermer gewesen waere, es in manchen Zimmern eine Heizung gegeben haette oder wenigstens richtig heisses Wasser aus der Dusche. Dafuer waren die Reisekosten sehr guenstig. Hier einige Beispiele, was wir bezahlt haben, aber es ginge auch noch billiger: Zugfahren 1. Klasse 325 km 8 Euro, Busfahren 230 km 1,50 Euro, Uebernachtung in grossen Zimmern mit eigenem Bad und kleinem Fruehstueck 6-10 Euro pro Zimmer, Abendessen mit 2 grossen Portionen Forelle und Beilagen und einer Flasche Wein 8 Euro.
| ||
|
| ||
Peru | ||
![]() |
Peru: |
|
|
22.8. - 14.9.2005Zu Fuss betreten wir Peru. Na gut, wir sind schon von Copacabana (Bolivien) nach Puno (Peru) mit dem Bus gefahren, doch fuer den Ausreisestempel mussten wir aussteigen und die ca. 300 Meter zur Einreisestelle zu Fuss gehen. Puno hat nicht so viel zu bieten, touristisches Highlight sind die Uros Inseln auf dem Titicacasee, komplett aus Schilf gebaute schwimmende Inseln. Mit dem Zug fahren wir weiter von Puno nach Cusco. Die 10-stuendige Fahrt geht entlang am Titicacasee, ueber den Altiplano zum hoechsten Punkt auf 4300 Meter, dem La Raya Pass, und dann wieder hinunter durch ein sehr fruchtbares Tal nach Cusco. Unterwegs sehen wir endlich Alpakas, das "Wollknaeuel" unter den Kleinkamelen mit viel flauschigem Fell. Aus Alpakawolle werden hier z.B. Muetzen, Schals, Handschuhe, Socken und Taschen massenweise als Souvenirs verkauft. Cusco, frueher Hauptstadt des Inkareiches, ist heute touristische Hochburg in Peru. Was sich in Puno schon angedeutet hat, bestaetigt sich hier um ein Vielfaches. Viele Peruaner wollen noch viel mehr Touristen ganz viel verkaufen und das staendig und ueberall. Postkarten, Guertel, Pullover, Fingerpuppen, Bilder, Filmrollen etc. Man kann sich aber auch mit dem "Sonnengott" vor der Inkamauer oder Frau in Tracht mit Kind, Lama oder Lamm fotografieren lassen. Unsere Nerven werden hier reichlich strapaziert, aber damit verdienen halt viele Menschen ihr taeglich Brot. Cusco ist dennoch eine sehr schoene und sehenswerte Stadt. Hier treffen Reste der Inkazeit auf spanische Kolonialbauweise. Das Zentrum besteht aus tollen Gebaeuden, netten Plaetzen und beschaulichen Gassen. Wir selbst uebernachten zweimal in sehr schoenen, renovierten Haeusern, unter anderem im Casona Las Pleiades und im El Grial. Von Cusco erreichen wir auch das bekannteste Ziel von Peru, wenn nicht sogar von ganz Suedamerika: Machupicchu. Diese Bekanntheit lassen sich die Peruaner auch gut bezahlen. Nach Machupicchu kommt man nur mit dem Touristenzug, von Cusco kostet das billigste Hin- und Rueckfahrt Ticket 54 Euro. Um den Sonnenaufgang zu sehen und dem mittaeglichen Touristenstrom etwas zu umgehen, bleiben wir eine Nacht in Aguas Calientes, dem Ort unterhalb von Machupicchu. Der Name des Ortes bedeutet heisse Wasser; die gibt es tatsaechlich und am Nachmittag entspannen wir in den Thermalbecken.
Zwischendurch mal ein kulinarischer Abstecher: Wenn man es nicht besser wuesste, koennte man meinen, Pizza und Pasta kommen aus Peru. Allein in dem 1500 Seelenort Aguas Calientes zaehlen wir ca. 30 Pizzerien, alle ausgestattet mit Holzbackofen. Cusco steht dem in nichts hinterher, hier gibt es auch die "Machu-Pizza"! Aber mal ernsthaft, es gibt auch lokale Spezialitaeten. Wir probieren Alpaka-Steak, aehnlich dem Lama, aber fuer uns im Geschmack noch besser. Dann testen wir das Cuy. Das Cuy (Meerschweinchen) ist in Peru seit etwa 5000 Jahren als Haustier bekannt. Mutig bestellen wir uns in einem von ausschliesslich Einheimischen besuchten Lokal ein gegrilltes Tier. Das Fleisch erinnert uns irgendwie an Gefluegel; es war nicht schlecht, aber einmal Probieren reicht auch. Sehr billig essen wir in der Markthalle in Cusco. Fuer 1 Euro bekommen wir zwei Teller mit Fisch, Reis, Pommes und Salat plus zwei Coca-Cola. Oder fuer 25 Cent eine schmackhafte Gemuesesuppe mit Quinoa (alte Getreideart) und Kartoffeln. In den teueren Touristenrestaurants gibt es aber auch Menues mit Suppe, Hauptspeise und ein Getraenk ab 2 Euro. Den sehr guten peruanischen Wein, den Pisco Sour und die Inca Kola kosten wir natuerlich auch. Inca Kola sieht nicht nur aus wie fluessige Gummibaerchen, es schmeckt auch so. Von Cusco geht es weiter mit dem Nachtbus in 10 Stunden kurvenreich ueber die Anden nach Arequipa. Sie ist die zweitgroesste Stadt Perus und hat auch einen sehr schoenen kolonialen Stadtkern. Besonders gut gefaellt uns die Plaza mit Arkaden ueber zwei Stockwerken drumherum. Natuerlich besuchen wir auch das malerische Kloster Santa Catalina, eine kleine Stadt fuer sich innerhalb Arequipas. Heute eine Freilichtmuseum, das zeigt, wie frueher die Nonnen hier gelebt haben.
Und wieder fahren wir mit dem Bus, diesmal tagsueber 10 Stunden nach Nasca. Die beruehmten Linien von Nasca sind alte Bodenzeichnungen und wegen ihrer Groesse am besten aus der Luft zu sehen. Deshalb besteigen wir mit einem leichten Magenkribbeln einen 6-sitzige Cessna, um in steilen Rechts- und Linkskurven die bekanntesten Motive zu ueberfliegen. Uns hat der Flug in der kleinen Maschine sehr gut gefallen und nichts ausgemacht, einem anderen Fluggast hat es leider mehrmals den Magen gedreht.... Auf dem Weg nach Lima entspannen wir noch 3 Tage in einer Oase inmitten einer herrlichen Sandwueste. Oase, Dattelpalmen, Sandwueste, Duenen wie in der Sahara - und das in Peru? Wir wollten es erst auch nicht so ganz glauben, aber es ist tatsaechlich so. In der Oase Huacachina fuehlt man sich ein bisschen in eine andere Welt versetzt. Buggytouren und Sandboarden sind hier die angesagten Outdoor-Aktivitaeten. Ein Sandboard sieht aus wie ein Snowboard. Am einfachsten ist es auf dem Bauch liegend die Duene hinabzusausen, naechste Stufe ist im Sitzen und nur wenige schaffen es im Stehen. Auch wir versuchen unser Glueck mit mehr oder weniger Erfolg.
Wir sind jetzt 2,5 Monate unterwegs und verlassen heute mit etwas Wehmut Suedamerika. Zum Glueck ist die Zeit nicht wie im Flug vergangen und wir konnten vieles intensiv erleben. Klar, wir haetten noch viel mehr unternehmen und anschauen koennen, doch wir wollen ja reisen und nicht rasen. Gerade Suedamerika war fuer uns beide Neuland. Mit einem "Schauen-wir-mal-Gefuehl" sind wir nach Chile, Bolivien und Peru gestartet und wurden positiv ueberrascht. Irgendwann wollen wir noch mehr von Suedamerika sehen.
Heute Nacht fliegen wir nach Los Angeles und freuen uns auf Sonne, Waerme und einen guten Kaffee. | ||
|
| ||
Los Angeles | ||
![]() |
USA: | |
|
15.9. - 20.9.2005Sechs Tage verbringen wir in Los Angeles und diesmal vergeht die Zeit wie im Fluge. Das liegt unter anderem an den langen Wegen, denn es dauert schnell mal 1 bis 2 Stunden, um in dieser riesigen Stadt von A nach B zu kommen. Fuer die ca. 40 km vom Flughafen bis zu unserer Unterkunft in North Hollywood sind wir anderthalb Stunden mit Metro und Bus unterwegs.
Die letzten zwei Naechte verbringen wir in Santa Monica in der Jugendherberge fuer stolze 80 US Dollar die Nacht, aber immerhin im Doppelzimmer. Zum Baden im Pazifik ist es zu kuehl und zu windig, so spazieren wir einmal nach Venice Beach, der auf uns allerdings auch etwas "gammelig" wirkt. Sehenswert dagegen ist das Getty Center. Dieses auf einem Huegel erbaute Museum besticht durch seine interessante Architektur, seine schoenen Gaerten und den Ausblick auf Los Angeles. Hier lassen sich leicht ein paar Stunden verbringen, doch wir muessen uns beeilen und zum Flughafen, denn die Suedsee ruft mit Waerme, Sonne und blauem Meer. | ||
|
| ||