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Reiseberichte Südsee





Samoa

Samoa

Samoa:
Inselgruppe, 2.857 km2, Einwohner 177.700 (2004)
Hauptstadt Apia auf der Insel Upolu, Einwohner ca. 36.000


21.9. - 5.10.2005

Tanu Beach Samoa, unser Suedseetraum: Sonne, Waerme, tuerkisblaues und kristallklares warmes Wasser, weisser Sandstrand, blauer Himmel und mit einem kuehlen Drink im Schatten einer Palme sitzen.

Samoa, wie wir es erleben: Morgens um 3 Uhr landen wir in Apia, der Hauptstadt von Samoa und die Boeing 767 rollt bis vor die Ankunftshalle. Am Gepaeckband versprueht eine Live Band mit samoanischer Musik gute Laune, waehrend draussen der erste heftige Regenguss niederprasselt. Was wir nicht ahnen, ist, dass dies nicht der einzige bleiben sollte.

Der ersten Tag verbringen wir am Hotelpool in Apia, um uns vom Nachtflug zu erholen und uns an das feuchtheisse Klima zu gewoehnen. Am naechsten Tag fahren wir nach Savaii, der groessten Insel von Samoa und mieten uns bei der Tanu Familie eine Fale direkt am Strand. Eine Fale ist eine einfache kleine Huette mit Matratze und Moskitonetz. In so einer Fale laesst es sich fuer die Suedsee recht guenstig uebernachten, denn im Preis von ca. 15-25 Euro pro Person je nach Lage ist ein reichhaltiges Fruehstueck und Abendessen inklusive. Hier sollte nun unser Suedseetraum wahr werden, doch die Regenschauer kommen immer oefter und dauern immer laenger. Unsere Inselrundfahrt endet dann auch auf halber Strecke im Dauerregen. Aber trotzdem haben wir viel Spass dabei und noch trocken wagen wir uns in schwindliger Hoehe von 30 Meter ueber eine schwankende Haengebruecke, die zwischen zwei grossen Baeumen gespannt ist. Schon etwas nass vom Regen beobachten wir dann das spektakulaere Schauspiel an den Blowholes. Dort wird das Meerwasser mit enormen Druck durch Felsloecher gepresst und schiesst mit viel Getoese als Fontaene 20-30 Meter nach oben. Der Abstecher zu einem Wasserfall faellt zwar wegen Regens ins Wasser, aber wenigstens koennen wir zum Schluss noch mit den Wasserschildkroeten schwimmen. Da der Abend trocken bleibt, unterhaelt die Tanu Familie ihre Gaeste mit einer "fia-fia", eine traditionelle samoanische Tanzvorfuehrung.

Lalomanu Beach Ein paar Tage spaeter kehren wir auf die Hauptinsel Upolu zurueck, um am Lalomanu Beach zu relaxen. Doch hier macht der Regen endgueltig einen Strich durch unseren Suedseetraum. In den naechsten Tagen schuettet es aus tiefhaengenden, grauen Wolken und das obwohl die Regenzeit erst im November beginnen soll. Langsam wird alles feucht und klamm und der Wind dazu laesst uns manchmal sogar froesteln - und das in der Suedsee.

Der samoanische Wettergott hat doch ein Einsehen mit uns und so duerfen wir noch zwei trockene, schoene Tage an diesem wunderschoenen Strand in Lalomanu verbringen. Und die Unterwasserwelt mit vielen bunten Fischen und Korallen ist bei Sonne ein echtes Highlight. Die Woche in den sehr angenehmen Fales von Litia Sini Beach Resort war zwar grossteils nass, aber trotz allem durch das Nichtstun entspannend.

Mit dem Bus geht es zurueck ueber sattgruene, tropische Landschaften nach Apia. Heiko und Chantal, die Karin noch aus frueheren Berufstagen kennt und die hier seit einigen Jahren arbeiten und leben, laden uns die letzten zwei Tage zu sich ein. Es ist schoen, sich nach so langer Zeit an so einem exotischen Ort wiederzusehen und ueber alte Zeiten zu plaudern.

Heute Nacht fliegen wir ueber die Datumsgrenze (dabei verlieren wir leider einen Tag) nach Tonga, unserem naechsten Suedseetraum und hoffen dort auf schoenes Wetter, aber vor allem auf viele Wale.



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Tonga

Tonga

Tonga:
747 km2, verteilt auf vier Inselgruppen
Einwohner: ca. 110.000 (2004)
Hauptstadt: Nuku'alofa auf der Insel Tongatapu, Einwohner ca. 23.100

6.10. - 22.10.2005

Taenzer Am 5. Oktober um 4.30 Uhr fliegen wir in Samoa los Richtung Tonga. Der Flug dauert zwar nur 1 Stunde, trotzdem landen wir erst am 6. Oktober um 5.30 Uhr, da zwischen Samoa und Tonga die Datumsgrenze liegt und wir einen Tag verlieren. In Samoa hingen wir Deutschland zeitlich 13 Stunden hinterher und ratzfatz haben wir jetzt 11 Stunden Zeitvorsprung.

Das Koenigreich Tonga empfaengt uns mit wolkenlosem Himmel, etwas kuehleren Temperaturen und einer geringeren Luftfeuchtigkeit als in Samoa. In der Hauptstadt Nuku'alofa ist es fuer uns zuerst gar nicht so einfach eine Unterkunft zu finden, doch schliesslich werden wir in der Heilala-Lodge fuendig, ein nettes Guesthouse mit wunderschoenem Garten. Noch am selben Abend besuchen wir im Tonga National Centre eine Veranstaltung mit Kava-Zeremonie, einem Buffet mit einheimischen Speisen und mit Musik und Taenzen. Die kulinarischen Koestlichkeiten wie ein Spanferkel, Taroblaetter in Kokossauce, gebratene Suesskartoffeln, verschiedene Fischgerichte und dazu Gesang und Tanz, laesst auch hier die Suedseelaune aufkommen.

In Nuku'alofa, auf der Hauptinsel Tongatapu gelegen, bleiben wir nicht lange, sondern fahren mit der Faehre zur Nachbarinsel Eua. Auf der Ueberfahrt sehen wir einen Buckelwal aus dem Meer springen, aber leider sehr weit weg. Die Wale halten sich zwischen Mai und Oktober in tonganischen Gewaessern auf, bevor sie wieder in die Antarktis zurueckziehen. In den naechsten Tagen sehen wir noch mehrmals Wale und auch Delphine von der Terrasse unserer Unterkunft, aber meistens sehr weit weg.
Eua hat Tongas einzigen Nationalpark, einen dichten Regenwaldstreifen an der Kueste. Wir werden trotz Suedseefeeling aktiv, ziehen die Wanderschuhe an und machen uns auf den Weg dorthin. Der Nationalpark soll nur mit Fuehrer betreten werden, deshalb begnuegen wir uns mit einem wunderschoenen Blick von zwei Aussichtspunkten. Nach 4 schoenen und relaxten Tagen auf dieser ruhigen Insel geht es mit der Faehre ueber die unruhige See wieder nach Nuku'alofa und am naechsten Tag fliegen wir dann nach Norden auf die Vava'u-Inselgruppe.

Strand Vava'u ist bekannt bei Seglern aus aller Welt, aber auch bekannt fuer das Beobachten von Buckelwalen. Und auch wir wollen die bis zu 19 Meter langen sanften Riesen aus naechster Naehe sehen und machen eine Whale-Watch-Tour. Nach einer knappen Stunde sichtet unser Guide den ersten Wal, laesst ein Mikrofon ins Wasser und wir hoeren zum ersten Mal einen Wal "singen". Ein paar Minuten spaeter hoeren wir die Laute sogar ohne Mikrofon, er muss also direkt unter uns sein. Mit Maske, Schnorchel und Flossen springen wir aufgeregt ins Wasser. Und tatsaechlich schwimmt 8 bis 10 Meter unter uns ein riesiges Tier. Scheinbar unbeweglich liegt er da und ab und zu bewegt er seine riesigen Seitenflossen und die noch groessere Schwanzflosse. Hier unter Wasser hoeren wir den Gesang noch intensiver und zusammen mit dem "schwebenden" Wal ist es fuer uns ein unvergessliches Erlebnis. Nach ca. 20 Minuten hat er wohl erstmal genug von uns und taucht langsam ab. Schade, dass wir keine Unterwasserkamera haben, denn wir haben Glueck und koennen ihn noch zweimal unter Wasser sehen und hoeren.
Danach sehen wir noch andere Wale in der Naehe unseres Bootes auftauchen. Gluecklich ueber das Erlebte fahren wir zwischen vielen kleinen Inseln zurueck nach Neiafu dem Hauptort auf Vava'u. Die beste Zeit zur Walbeobachtung ist wohl der August, doch wie man sieht, klappt es auch im Oktober.

Die naechsten Tage in Vava'u tun wir nicht viel und wohnen in Lucky's Beachhouse in Talihau, wo Gisela und Matakaiongo Tulia ein Beachhouse und eine Fale vermieten. Mit einem sehr guten Fruehstueck und erstklassigem Abendessen lassen wir es uns gut gehen. Schnorcheln und eine Kajaktour sind die einzigen Aktivitaeten zu denen wir uns aufraffen koennen.

Die letzten zwei Tage in Tonga sind wir wieder in der Heilala-Lodge auf der Hauptinsel. Am letzten Abend vor unserem Weiterflug besuchen wir dann noch einen polynesischen Abend wieder mit gutem Essen, Gesang und Tanz.

Das Koenigreich Tonga war fuer uns gut zu bereisen, aber es ist in keinster Weise touristisch ueberlaufen und wirkte auf uns oft noch urspruenglich, z.B. sind Souvenirs und selbst schoene Postkarten kaum zu finden. Die Menschen sind sehr freundlich und relaxt (nach dem Motto: "Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe doch auf morgen...") und dies zusammen mit der schoenen Inselwelt ein interessantes Reiseziel.




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